KI-Roadmap: Definition, Aufbau und Nutzung
Warum der Begriff zählt
Roadmaps klingen nach Kontrolle, führen aber oft zu Plänen, deren erster echter Schritt weit in der Zukunft liegt. Wertvoll wird eine Roadmap, wenn ihr erster Punkt heute startbar ist. Wir erden die Roadmap an einem gebauten Prototyp. Sobald ein Fall getestet ist, wird die Reihenfolge der nächsten Punkte realistischer, weil sie an echten Erfahrungen statt an Wunschannahmen ausgerichtet wird.
Wann es relevant ist
- Mehrere Use-Cases sind identifiziert und brauchen eine sinnvolle Reihenfolge.
- Abhängigkeiten zwischen Vorhaben müssen sichtbar gemacht werden.
- Budget und Kapazität sollen über mehrere Quartale geplant werden.
- Die Geschäftsführung braucht einen nachvollziehbaren Fahrplan.
Wann nicht
Wenn nur ein einzelner Use-Case ansteht, ist eine Roadmap überflüssig und du startest direkt mit dem Bau. Und wenn sich Prioritäten sehr schnell ändern, ist eine grobe, laufend gepflegte Reihenfolge ehrlicher als ein detaillierter Plan über viele Quartale, der bald nicht mehr stimmt.
Branchen, die das nutzen
- Telekommunikation: Use-Cases in Kundenservice, Netzplanung und Vertrieb über Quartale ordnen und Abhängigkeiten sichtbar machen.
- Konsumgüter: Content, Produktdaten und Nachfrageprognosen in eine tragfähige Reihenfolge bringen.
- Bauwirtschaft: Angebots-, Planungs- und Dokumentationsfälle schrittweise und mit klaren Voraussetzungen planen.
- Bildungsträger: Betreuung, Content und Verwaltung über mehrere Etappen einführen.
Typische Anwendungsfälle
- Eine geordnete Liste von Use-Cases mit Reihenfolge und Abhängigkeiten.
- Die Zuordnung von Voraussetzungen wie Daten und Rechten je Vorhaben.
- Ein grober Budget- und Kapazitätsrahmen über mehrere Quartale.
- Die Markierung des ersten sofort startbaren Prototyps.
- Eine regelmäßige Aktualisierung nach jedem gebauten Fall.
Entscheidungshilfe
| Signal | KI-Roadmap passt | Alternative |
|---|---|---|
| Mehrere Use-Cases identifiziert | KI-Roadmap zur Ordnung | einzelner Bau ohne Plan |
| Nur ein Fall offen | eher nicht | direkt Prototyp bauen |
| Abhängigkeiten unklar | Roadmap zur Klärung | Use-Cases einzeln prüfen |
| Prioritäten wechseln schnell | grobe, gepflegte Reihenfolge | Detailplan vermeiden |
Beispiel
Ein Telekommunikationsanbieter hat mehrere Use-Cases identifiziert und will sie sinnvoll ordnen. Statt mit einem Zwölf-Monats-Plan zu starten, wird der erste Fall im Kundenservice sofort als Prototyp gebaut. Die Erfahrung daraus bestimmt, welcher Punkt als Nächstes kommt. Das Beispiel beschreibt das Vorgehen, keine behauptete Kennzahl.
Verbindung zu Services
Die Roadmap entsteht aus KI-Beratung und KI-Strategie, ihr erster Punkt wird im KI-Workshop als Prototyp gebaut und danach in die KI-Entwicklung überführt.
Quellen
Diese Darstellung beschreibt gängige Praxis bei der Arbeit mit einer schlanken KI-Roadmap. Technische und organisatorische Details hängen vom konkreten Unternehmen und den gewählten Vorhaben ab und sollten dort geprüft werden.